Der Ringpfad Drucken E-Mail

In der Zeit des Mittelalters zogen die Ritter von Montfort ihre Duchrother Untertanen öfters in ihre Streitigkeiten mit hinein. Beispielsweise in der Fehde mit dem St. Stephansstift in Mainz 1335 wurden die Duchrother bewaffnet und als streitbarer Haufen in den Kampf geführt. Daraus ergab sich für die Montforter die Verpflichtung, für den Schutz der Duchrother Sorge zu tragen.
 Sie gaben dem Dorf das Pfortenrecht. Die Duchrother durften zwei feste Tore bauen und ihr Dorf mit einem Graben und “Verhau” umgeben. Auch der Kirchhof wurde mit einer starken Mauer befestigt und in die Sicherungsanlagen einbezogen. Dazu gehörte auch der massive steinerne Wehrturm der Kirche mit Schießscharten, den die Gemeinde erbaute. Der Turm trotzte noch nach dem Großbrand 1905 der Spitzhacke und mußte gesprengt werden. Das mittelalterliche Dorfgericht war stets darauf bedacht, daß der Zaun um das Dorf lückenlos blieb. 

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Das beschriebene Verteidigungssystem hat sich im ”Duchrother Krieg” im Jahre 1418 wahrscheinlich gut bewährt, denn Herzog Stephan von Zweibrücken behielt sich im Sühnevertrag mit Friedrich von Montfort das Recht vor, bei Fehden sich der beiden Orte Duchroth und Oberhausen und ihrer Kirchhöfe zu bedienen.
Durch den Graben, der das Dorf umfaßte, wurde die Form des Haufendorfes bestimmt. In das Dorf konnte man nur durch die beiden Tore (Untertor und Obertor) gelangen. Hier, wo der Ringpfad die Naheweinstraße überspringt, befand sich das Untertor. Außer der durchgehenden Dorfstraße (“Große Gasse”) vom Ober- zum Untertor, waren sämtliche Dorfstraßen Sackgassen und mündeten in einen Hof oder führten zum Ortsrand.

Die mittelalterliche Befestigung um Duchroth, sowie das Ober- und Untertor bestehen heute nicht mehr, allerdings entspricht dem alten Graben um Duchroth der heutige “Historische Ringpfad”.

Bildergalerie: Ringpfad